Freitag, 17. Juni 2016

Mein Abschied vom Nature Resort in Oetz

Nun ist meine letzte Stunde im Resort angebrochen. Ich durfte mich zum letzten Mal am schönen Frühstücks-Buffet laben:

Frühstück mit Rührei und frischen Brötchen
Beim Checkout war ich dann doch sehr überrascht. Meine Getränke, die ich während meinen 6 Mahlzeiten eingenommen habe,

9 x Radler à 0,5 l
2 x Cappuccino

kosteten EUR 39.10. Zwar günstiger als in der Schweiz, aber so viel dann doch nicht.

Anschliessend konnte ich mein frisch eingestelltes Fahrrad beim Mech abholen. Dieses habe ich dann gleich ins Auto verfrachtet.

Nun, im Zimmer noch den Koffer fertig packen, und dann gehts ab nach Hause!

Pfiat di Tirol! Und bis zum negschta Mal!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Oetz - Acherkogelbahn - Oetz - Area 47 - Oetz

Dies ist mein letzter Blog aus dem Oetztal. Morgen geht es wieder zurück nach Zürich wo zur Zeit die Sonne in Strömen scheint. Zum Glück konnte ich meine Ferien verhältnismässig trocken geniessen. Wenn es geregnet hat, war es meist gegen Abend, dann war es mir ziemlich egal.

Heute habe ich mein Velo beim Resort-Velomech zum Service gebracht. Für den heutigen Tag habe ich Leihvelo reserviert. Ein E-Fully! War echt ein geiles Gerät. Mit 500 W Yamaha-Motor, der ging ab wie's Bisiwätter. Der Lenker war gefühlt doppelt so breit wie der von meinem Velo, der Sattel war hart wie Beton.

Gemütlich fuhr ich um 10:30h los zur Acherkogel-Bahn, welche mich und das Velo auf 2200 müM brachte. Es brauchte schon einiges an Überwindung, in eine Gondel zu steigen, aber mein Velo hat mir viel Mut gemacht.

In der Gondel mit dem Fahrrad
Als dann die Bahn einmal einfach so stoppte, musste ich mich sehr stark konzentrieren, um nicht auszuflippen. Ich hasse es ganz einfach, mit einer Gondelbahn zu fahren. Aber noch immer besser, als wenn ich den Berg rauffahren hätte müssen.

Oben auf dem Berg wurde ich mit einem traumhaften Ausblick entschädigt!

Die Bergstation der Acherkogel-Bahn auf 2'020 m. ü. M.
Blick in Richtung Ochsengarten
Die Bahn hat den Namen vom Acherkogel. Der Acherkogel ist ein 3007 m ü. A. hoher Gipfel, der nördlichste Dreitausender Tirols. Er ist der beherrschende Berg über Oetz im vorderen Ötztal, wohin hohe Felsflanken nach Nordwesten und Südwesten hinunterreichen. Gegen Westen führt ein scharfer Grat zur Achplatte (2423 m) und zur Habicher Wand (2176 m) hinab, ein weiterer Grat geht in Richtung Nordosten zum 2894 m hohen Maningkogel. Nach Südosten entsendet der Acherkogel einen scharfen Grat zum 2954 m hohen Wechnerkogel. Im Wesentlichen hat der Acherkogel den Charakter eines Felsgipfels, nur an der Nord- und Ostseite finden sich kleinere Firnfelder.

Zuerst genoss ich das schöne Wetter in der Höhe, fuhr noch ein wenig auf dem Hochplateau rum, genehmigt mir eine warme Schoggi. Danach machte ich mit auf dem Weg nach Oetz.

Stimmungsbild mit Velo

Es sind 1'200 Höhenmeter, die nun vor mir lagen. Es geht zwar nur runter, aber wer schon mal auf Kieswegen runtergefahren ist, der weiss, dass das nicht ganz so trivial ist. Eigentlich war ich praktisch immer auf der Bremse. Meine Hände waren extrem beansprucht durch die Kraft, die aufzuwenden war um meine Kilos zu bremsen.

wenn man gut hinschaut, sieht man den Weg
Eine Pause für die Hände und die Bremsen
Ich musste 3 Mal eine Pause einlegen, um den Bremsen und den Händen eine Erholungspause zu verschaffen. Es war sehr schön, aber ich war dann doch froh, als ich unten angekommen bin.

Nach einer kurzen Pause im Zimmer, bin ich dann gleich weitergefahren in Richtung Area 47, eine absolut extreme Adventure-Base an der Oetztaler Ache. Eigentlich ein riesiges Spielfeld für Kinder und solche, die es wieder sein wollen. Wasserspiele, Fun, River-Rafding, Canyoning, Hochseilgarten. Eigentlich wird alles angeboten, was Nervenkitzel verspricht.

Brücke mit Hochseilgarten, einer der Pfeiler ist für's Klettern bereit.
Nichts für mich, aber sieht schon hammermässig aus!

Nachdem ich wieder zurück im Resort war, brachte ich das Velo zurück. Ich konnte dank dem "bequemen" Sattel fast nicht mehr sitzen. Scheisse, tut mein Allerwertester Weh! So habe ich es noch nie erlebt. Ich liebe halt schon meinen Brooks-Sattel, mein Hintern und er sind für sich gemacht.

Vor dem Nachtessen ging ich zum ersten (und letzten) Mal in diesen Ferien Shoppen. Einen Sack voll guter Sachen hat's ergeben.

Und nun geniesse ich meinen letzten Abend im Resort und lasse es mir gutgehen.

Und auf tirolerisch: i gäh ind hapfm (ich gah go pfuuse).

Da hab ich doch gestern vergessen, mein Abendessen zu bloggen:

Gruss aus der Küche (Fisch)
Spargelcrème-Suppe
Knusprige Hackfleischbällchen mit Kartoffelturm und Gemüse

Mittwoch, 15. Juni 2016

Obergurgl nach Oetz - eine Talfahrt?

Um 10:34h nahm ich den Bus das Oetztal hoch in Richtung Obergurgl, wo ich mit meiner Tour gestartet bin.

Übrigens, das Oetztal ist gestuft. Es geht häufig von einer steilen Stufe in eine Ebene über. Es geht also nicht nur runter, es geht sehr oft über Ebenen, in welchen mir der Wind entgegen blies. Nett! Auch ein wenig anstrengend, aber doch ein toller Tag.

So, nun zum Start-Ort: Obergurgl

Start in Obergurgl. Schönes Wetter - aber saukalt (11° C)
Der Name Gurgl wird auf Gurgall zurückgeführt, was so viel wie „Ort im Gletscherkranz“ bedeuten soll. Die Spuren der ersten Besiedelung gehen bis 7500 v. Chr. zurück, ab etwa 4500 v. Chr. gibt es Nachweise von Brandrodung und Weidewirtschaft im Raum Obergurgl. Die Besiedelung erfolgte nicht vom Inntal her über das Ötztal, sondern vom Vinschgau über den Alpenhauptkamm.

Gurgl wurde 1250 erstmals erwähnt, als ein „Heberhardus von Gurgele“, ein Dienstmann der Vinschgauer Herren von Montalban, in einer Urkunde genannt wurde.

Am 27. Mai 1931 landete Auguste Piccard nach der Aufstellung eines neuen Höhenrekordes mit dem Ballon am Gurgler Ferner, wo er eine Nacht verbringen musste, bevor er von Obergurgl aus geborgen wurde. An diese Landung erinnert ein 1989 errichtetes Denkmal.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Gurgl zu einem Wintersportort, 1949 wurde der erste Schlepplift in Obergurgl errichtet, gefolgt vom Sessellift auf die Hohe Mut im Jahr 1953. 1960 wurde die Timmelsjoch-Hochalpenstraße fertiggestellt. Die Timmelsjoch-Hochalpenstrasse führt ins Südtirol und ist während ca. 2 - 3 Monaten im Jahr offen. Sonst ist sie schneebedeckt. Das ist auch der Grund, weshalb zur Zeit so viele Motorräder das Oetztal rauffahren.

Beim Start in Obergurgl war es 11° kalt. Brrh! Zum Glück bin ich gut ausgerüstet. Zuerst probierte ich, ob es mit dem Kurzarm-Shirt und Windstopper inkl. Regen/Windschutz erträglich ist. Das war es nicht. In Untergurgl habe ich dann die Langarmvariante montiert. Dann hatte ich "nur" noch an den Fingern kalt, da ich nur fingerlose Handschuhe habe.

Der nächste grössere Ort ist Sölden. Bekannt vor allem durch den Winter-Tourismus und die FIS-Rennen auf den Gletschern. Aber interessant ist auch, dass Sölden mit 466,88 km² die flächenmäßig größte Gemeinde in Österreich ist.


Das Gemeindegebiet von Sölden erstreckt sich von der grünen Weitung der vierten Ötztalstufe bis zur hochgelegenen Wasserscheide im Süden, die die Staatsgrenze zu Südtirol, Italien bildet. 146 km² sind von Gletschern bedeckt, 321 km² von Gipfeln, Almen und Wäldern, und nur etwa 1 km² sind verbautes Gebiet.

Übrigens ist Sölden am nächsten Freitag (meinem Abreisetag), der Zielort der Bergetappe der Tour de Suisse. 

Der Sommertourismus ist in Sölden beinahe zum erliegen gekommen. Sölden selber hat von der Infrastruktur her etwas von einem nicht sehr schönen Winterskigebiet. Ohne Schnee irgendwie trostlos. Die Table-Dance-Schuppen und die riesigen Diskotheken zeugen von feuchtfröhlichen Festen in der Wintersaison. Nein Danke, das ist nichts für mich!

Hier einige Eindrücke der tollen Fahrt durchs Ötztal:

Längenfeld
Bei Längenfeld
Wasserlauf/-Fall unterhalb Längenfeld
Entlang der Oetztaler Ache
Man ist gottesfürchtig im Ötztal!
Ein Blick zurück auf ein wunderschönes Wolkenbild
10 Minuten nach meiner Ankunft im Resort ging über dem Ötztal ein regelrechter Wolkenbruch runter. Da hab ich unwahrscheinliches Glück gehabt, während meiner Fahrt schien immer die Sonne. Ist ist halt schon so: wenn Engel reisen ...

Um 17:00h durfte ich dann meinen geschundenen Körper unter die heilenden Hände des Masseurs legen, eine Wohltat!

Natürlich möchte ich Euch auch diesesmal das Abendessen nicht vorenthalten:

Salat vom Buffet
Schweinsmedaillon + Tomate überbacken auf einer Basilikum-Sauce mit Polenta
Topfenknödel auf Zwetschgen
Und nun ist der Blog für heute geschrieben! Es war ein toller Tag mit sehr vielen schönen Eindrücken. In der Schweiz ist das Wetter leider ziemlich besch....eiden. Ich habe grosses Glück, hier Sonne tanken zu dürfen.

Ich wünsche allen Lesern eine wohlverdiente Nachtruhe und "Pfuused guet".



Dienstag, 14. Juni 2016

Aqua Dome Längenfeld, Aqua Pur Oetz - Wasser von unten und von oben!

Gestern habe ich mir für EUR 52.00 eine Ötztalcard für 3 Tage geleistet. Darin ist auch ein Eintritt in die Therme Aqua Dome in Längenfeld enthalten. Also fuhr ich mit dem Bus nach Längenfeld.

Die Schalen des Aqua Dome. Hat was kannibalisches!
Aus Wikipedia: Der Aqua Dome ist ein Thermalbad in Längenfeld in der Mitte des Ötztals, Tirol, Österreich. Jährlich werden ca. 350.000 Besucher gezählt. 
Der Thermendom hat die Form eines gläsernen Kristalls, dessen Funktion es ist, in der Außenfassade die umliegende Bergwelt zu spiegeln. In der Freilufttherme befinden sich drei kreisrunde Schalenbecken mit einem Durchmesser von 12 bis 16 Metern. Sie stehen auf hohen Stelzen und sind über einen beleuchteten und beheizten Glaskegel erreichbar. Bis auf die Soleschale, das Aktivbecken und die Kinderbecken ist das Wasser in allen Becken mit zehn Prozent Thermalwasser angereichert. Das gefasste Thermalwasser stammt aus Gletscherwasser, das durch Gesteinsschichten gefiltert wurde. Es fließt aus einer Tiefe von 1.865 Metern 40 Grad heiß in die Thermenbecken. Insgesamt verfügt das Aqua Dome über eine Wasserfläche von 2.200 Quadratmetern. Der Gesamtkomplex der Therme und des angeschlossenen Hotels ist nach Feng Shui ausgerichtet. 
Die Thermalquelle wurde erstmals 1830 wissenschaftlich untersucht. Das „mit schwefeligem Wasserstoffgas geschwängerte Wasser“ galt anschließend als das „wohl reinste unter den bisher bekannten Quellen“ (Originaltext). An der Quelle wurde neben einer kleinen Kapelle ein hölzernes Badegebäude mit Wannenhaus und einigen Zimmern errichtet. In einem Kessel wurde dort das 12 Grad warme Wasser weiter erwärmt und in Kübeln zu den Badewannen getragen. Am 5. November 1875 brannte dieses Bad ab. 
In der Folgezeit wechselte die Quelle mehrmals ihren Besitzer. 1893 begründeten Fremdenverkehrs-Pioniere das Kurbad Längenfeld. Der Berliner Architekt Wilhelm Walter plante das Gebäude im Stil des damals üblichen Historismus. Im Lauf der Jahre etablierte sich ein Kurhotel, das seine Gäste mit Heilbädern, Kaltwasserbehandlungen nach Sebastian Kneipp und Vincenz Prießnitz sowie Milchkuren behandelte. Aufgrund eines Entwässerungsprojekts versiegte die Quelle in den 1960er Jahren. Nachdem das Kurhotel geschlossen und 1980 abgerissen wurde, wurde die Bezeichnung Bad Längenfeld aufgegeben. 
1986 beschloss man, die Quelle wieder zu erschließen. Erste Probebohrungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Erst mit einer Tiefenbohrung 1997 auf 1.865 Meter wurden 68 Grad heißes Wasser für die wirtschaftliche Nutzung neu erschlossen. Zunächst wurde die Natrium-Chlorid-Sulfat-Schwefeltherme, die als Heilwasser anerkannt wurde, in einem Naturbad mit zwei kleinen Becken am Ortsrand genutzt. Als historische Erinnerung existiert in Sichtweite des Aqua Dome heute noch dieses Naturbad. 90 Prozent des Quellwassers werden jetzt in die Therme geleitet und dort fast allen Becken beigemischt. 
Das Aqua Dome ist der einzige Thermenbetrieb Tirols mit etwa 180 Mitarbeitern und überregionaler wirtschaftlicher Bedeutung als Freizeitbetrieb für die Tiroler Tourismuswirtschaft. Die Therme wird von der Firma Vamed betrieben – im Auftrag eines Gesellschafter-Konsortiums. Aqua Dome ist einer der größten Arbeitgeber im Tiroler Oberland.

Danach wollte ich eigentlich noch ein wenig wandern, d.h. bei der Rückfahrt wollte ich früher aus dem Bus aussteigen und zurücklaufen. Aber ich habe mein Handy im Bad ganz runtergefahren und musste beim Neustart den Pin-Code eingeben, den ich nicht dabei hatte. Deshalb fuhr ich halt nach Oetz zurück. Nachdem ich den Pin-Code eingegeben habe, bin ich dann noch vom Hotel aus laufen gegangen. Ich möchte nicht ohne "Backup" irgendwo rumlaufen. Das Zvieri habe ich mir zuerst verdient!
min Zvieri
Um 17:00h hatte ich dann eine Ganzkörper-Massage - eine Wohltat welche mir richtig gut getan hat.

Nach der Massage hat es dann auch hier in Oetz "gseicht was es abe mag", so wie es in Zürich schon länger wettert. Zum Nachtessen hat es dann natürlich auch geregnet. Brrhh! Zum Glück sind wir drin und haben ein Dach über dem Kopf.

Sicht ins Inntal am Morgen
Null-Sicht ins Inntal am Abend
Natürlich will ich niemandem mein Nachtessen vorenthalten. Die Vorspeise:

Eine feine Pilzsuppe mit Einlage
Gemischter Salat
Und die Hauptspeise

Ungarisch Gulasch mit Spätzli
Und zu guter Letzt das Dessert:

Schokopudding mit Krokant und Erdbeeren, Cappuccino
Und nun bin ich müde. Nicht vom Essen, vom Tag. Deshalb gehe ich früh zu Bett und geniesse die süssen Träume - und hoffe, dass morgen das Wetter wieder so wie heute ist, tagsüber mehr oder weniger schön, ab 17:00h darf es regnen.

Und wie Karl Valentin mal meinte: Ich freue mich wenn es regnet - denn wenn ich mich nicht freue - regnet es auch!!

Und ganz wichtig: ich liebe meinen Ehemann!

Montag, 13. Juni 2016

Oetz und Umgebung - Erkundigungen der näheren Umgebung

Mein Zimmer ist in dem hinteren Haus, oben das zweite von rechts:


Heute fuhr ich mit dem Velo die Ötztaler Ache hoch. Irgendwann ging es dann nur noch über die Ache, eine Brücke, die mir bisher nicht bekannt war: Die Wellerbrücke.

Die Eiger-Nordwand des Wildwassersports. Eine Reihe von Wildwassern in den Alpen eilt der Ruf eines Mythos voraus. Ihre Namen lassen den wissenden Kanuten andächtig erschauern. Kein Wunder also, dass mindestens 90% aller Wildwasserfahrer schon mal von der Wellerbrücken-Strecke der Ötztaler Ache gehört haben, während immerhin 50% sie schon mal in natura gesehen haben dürften. Allerdings hat sicherlich nur ein kleiner Teil von ihnen jemals sein Boot an der Straßenbrücke bei Habichen, unterhalb der berüchtigten Achstürze zu Wasser gelassen. 

Als in grauer Vorzeit ein gewaltiger Bergsturz das Trogtal der Ache blockierte, entstand eine Barriere, vor der sich ein natürlicher Stausee bildete. Als dieser See überlief bildete sich eine Serie von Katarakten, die sogenannten Achstürze. Früher waren sie für die Talbewohner lediglich ein lästiges Verkehrshindernis, dass ihnen Zugang zum oberen Ötztal erschwerte. Später kam der Tourismus und sie wurden zur Sehenswürdigkeit. Ein Wanderweg und ein Steg, die sogenannte Wellerbrücke, wurden gebaut. Irgendwann fassten auch die wildwasserfahrenden Kanuten den unteren Abschnitt der Achstürze ins Auge und tauften ihn kurzerhand „Wellerbrücken-Strecke". Seit ihrer Erstbefahrung im Jahre 1976 hat die Wellerbrücken-Strecke eine Reihe von Befahrungen bei verschiedenen Wasserständen erlebt, und trotz mehrfacher Veränderungen durch Hochwasser ist sie ein herausragendes Kriterium des alpinen Kayaksports geblieben. 

Die ersten Meter plätschern noch richtig gemütlich dahin, aber der Eingangskatarakt lauert bereits hinter der nächsten Kurve und das Gefälle nimmt sprunghaft zu. Auf einer langen Geraden schließt sich eine Reihe von Stufen zwischen einem und drei Metern an. Wie in einem gigantischen Treppenhaus hüpft man hinab. Am Ende sollte man zeitig nach rechts in einen Seitenarm abbiegen. Andernfalls geht es direkt und ohne Stop in die Kernstelle...

Die Ötztaler Ache oberhalb der Wellerbrücke

Die Ötztaler Ache unterhalb der Wellerbrücke
Der Lärm, den die Ötztaler Ache macht, ist gigantisch. Da ist nicht geplätschert, da ist reine Wasserkraft und -macht. Das tosende Wasser hört man im ganzen Tal.

Nachdem ich oben an der Wellerbrücke nicht weitergekommen bin, versuchte ich mein Glück gegen unten. Eine schöne Strecke, ebenfalls der Ache nach - bis zu dem Moment, wo der Fahrradweg zu Ende war. Dann fuhr ich halt wieder zurück.

Zu meiner Erholung ging ich dann ein wenig einkaufen, Kaffee und Milch für in mein Zimmer. So habe ich auch abends einen Kaffee, wie gewohnt. Die Maschine ist bereits im Zimmer.

Im Anschluss ging ich noch ein wenig spazieren und erkundete Oetz per Pedes. Die Geschäfte sind nicht sehr interessant, Sportläden, Esswaren und einen Ramschladen habe ich gefunden. Also ging ich wieder zurück ins Resort für den Zvieri:

Mein Zvieri vom Buffet
Nach dem Zvieri bin ich ins mein Zimmer und habe mich ein wenig auf dem Balkon erholt - und auch ein kleines bisschen geschlafen.

Das Nachtessen war wieder super fein. Nach der obligaten Suppe (Broccoli-Crème) und dem Salat gab es einen Spiess mit Rösti-Galetten und Grillgemüse. Super!

Broccoli-Crème-Suppe

Spiess mit Rösti-Galetten und Grillgemüse
Panna Cotta, Vanille-Glacé auf Aprikosen
Das Wetter hat bis auf eine Stunde (zwischen 17.00h und 18.00h) so mitgespielt, dass ich wenigstens nicht nass wurde. Es war sehr sehr wechselhaft.

Es ist schön hier, ich geniesse es. Aber ich wäre halt schon auch gerne bei meinem Schatz. Aber man kann nicht alles haben!

Buona Notte, Austria!

Sonntag, 12. Juni 2016

Stallikon - Arlbergpass - Oetztal

Ein Auto voll mit Velo und Gepäck. Ich habe bereits gestern gepackt, bevor wir am Abend bei unseren Freunden eingeladen waren. Nach einem tollen Abend kamen wir dann um ca. 23:00h nach Hause und dann ging es ab in die Heja.

Der Start in meine Ferien lief (fast) reibungslos. Ich wusste, dass ich noch tanken muss, kaum bin ich von Haus weggefahren, kam auch noch die Warnung, dass ich den Ölstand kontrollieren sollte. Also bin ich gleich wieder umgekehrt, da ich wusste, dass der Kanister mit dem Motorenöl im Reserverad-Fach steckt. Um also das Öl rauskramen zu können, musste ich erst den halben Wagen wieder ausräumen. Sch .... ono blöd!

Aber dann ging es los - bis zur nächsten Tankstelle, um meinem Auto den nötigen Brennstoff für die Reise zu verschaffen. Da die Tankstelle in Richtung Buchenegg ist, fuhr ich dann gleich weiter über den kleinen Pass über Adliswil zur Autobahn-Auffahrt Thalwil. Bei der Zufahrt wird momentan gebaut, deshalb musste ich einen ziemlichen Umweg fahren, um überhaupt auf die Bahn zu kommen. Wäre ich durch den Uetlibergtunnel gefahren, hätte ich mit dem Umweg und der Buchenegg sicherlich 15 Minuten gespart. Aber ich gehe ja in die Ferien, bin nicht auf der Flucht.

An der Raststätte Herrlisberg gab es dann noch eine kleine Pause, um noch mehr Motoröl zu kaufen, damit ich sicher genug habe.

Dann ging es aber los. Ohne Stop nach Feldkirch. Navi sei Dank habe ich dann die Stadt relativ einfach durchquert. Einzig das Pickerl hat mir noch gefehlt. An einer Tankstelle habe ich mir das noch beschafft, so habe ich kein Risiko, eine Busse bezahlen zu müssen.

Die Fahrt über die Arlberg-Autobahn ist ziemlich öde. Geht nur geradeaus bergwärts. Aber so what! Ich bin dafür über den Arlbergpass gefahren. Ist nicht ein sehr grosser Umweg und sehr schön. Oben auf der Passhöhe habe ich dann das mitgenommene Sandwich vertilgt. Zu dieser Zeit kam ein Oldtimerclub auf den Pass mit alten Fiat (127 und 500er) und einem Lancia Fulvia. Sehr schöne Autos!

Die Abfahrt war dann sehr schön, bis dann, wo es wieder auf die Autobahn geht. Wieder nur geradeaus, nur diesesmal talwärts.

In Landeck kommt die Autobahn dann ins Inntal. Das Ötztal ist auf der Höhe von Imst, nicht sehr weit weg. Um 14:30h bin ich dann im sehr schönen Resort angekommen. 

Das Active Nature Resort in Oetz (Aussicht von meinem Zimmer)
 
"Mein" Haus
Da die Sonne noch schien, bin ich nur kurz den Koffer deponieren gegangen. Und dann sofort aufs Velo. Ich fuhr "kurz" zum Piburger-See (ca. 200 Höhenmeter). Die Abfahrt war dann ziemlich rasant - und ich war erstaunt wie steil die Strasse ist. Ist mir beim Rauffahren nicht aufgefallen, vermutlich war mein Körper mit schnaufen und ächzen ausgelastet.

Als ich wieder unten in Oetz angekommen bin, bin ich noch ein wenig rumgefahren um das Örtchen zu scannen. Zurück im Restaurant habe ich mir dann einen Zvieri einverleibt. Lecker!

Nach einer ausgiebigen Dusche und ein wenig ausruhen ging dann zum Znacht. Sehr nettes Restaurant und nettes Personal. Serviert wurde mir:

Rinderroulade als Gruss aus der Küche
Salat vom Buffet, Suppe
Schweinefilet an einer Pilzsauce mit Spätzli und Gemüse
Schokoloade-Variationen (Lecker, Lecker) - bereits angeknabbert :-)
Das ganze wurde dann abgerundet mit einem feinen Cappucino.

Nun bin ich in meinem Zimmer, höre ein wenig Musik und schreibe den Blog - und höre den Lärm, den die Deutschen veranstalten - denn heute ist ein Match an der EM in Frankreich. 

Bonne nuit!